Klaus Radons,Ronny Schmitt,Andreas Janitzki
Unter Karpfenanglern ist Magic Slide schon lange kein unbeschriebenes Blatt
mehr. Seinerzeit waren ihre Shows innovativ, technisch perfekt umgesetzt und
inhaltlich emotional insziniert. Jeder Gast hatte nach einem solchen Event das
Gefühl, teil von etwas gewesen zu sein, was alle Lebensgeister weckte.
Herzstück ihrer Produktionen war immer die "DREAMZONE". Darin spiegelte
sich ihre Lebensart wieder und sie gaben den eigenen Erinnerungen eine Basis
um auch in der Zukunft von der Vergangenheit träumen zu können. Es stand
immer im Vordergrund, das Abenteuer Angeln für persönliche Zwecke so zu
Dokumentieren, dass man selbst immer wieder Freude daran finden konnte.
Es stand niemals ausschließlich im Vordergrund ein Publikum zu begeistern
oder die Absicht, mit diesen Shows Gewinne zu erwirtschaften. In den meisten
Bildvorträgen und Audio Vision Shows, die man auf Messen sehen kann, entdeckt
man eine Vielzahl von Produkt- und Firmenwerbung, die dem Betrachter, falls
er darüber nachdenkt, klar werden lässt, dass sich in dieser Welt vorrangig
alles um den Kommerz dreht. Auch dieses war bei Magic Slide schon immer anders.
Werbung gab es in ihren Shows - wenn überhaupt - nur für Produkte, die man selbst
benutzte und mit denen man auch zufrieden war. Dahinter war niemals ein
finanzielles Sponsoring der betreffenden Firmen zu finden. Es ging den drei
Jungs immer nur darum, ihre Abenteuer festzuhalten und Andere mit Freude
daran teilhaben zu lassen. Im Jahre 1995 begann diese einzigartige Reise mit
der ersten Audio Vision Show "Abenteuer Niederrhein" die auf der Messe in
Vlotho gezeigt wurde. Es lief alles andere als geplant. Man selbst hatte zwar
die notwendigen Dias und traf auch eine Vorauswahl an passender Musik, doch
die notwendige Technik um das Ganze letztendlich auch auf der Leinwand zeigen
zu können, besaß man nicht. Nach vielen vergebenen Bemühungen fand man
jedoch jemanden, der die eigenen Ideen technisch umsetzen konnte und sollte.
Doch wie es meistens so ist, kommt selten das dabei raus was man sich
Erwünscht, wenn man es nicht selbst in die Hand nimmt......
Letztendlich war man nicht so glücklich mit diesem Event und eine weitere
Show wurde in Angriff genommen. "Wir am Niederrhein" war eine Produktion
in Zusammenarbeit mit Marcus Dittgen und Jens Maier und unter ähnlichen Vor-
aussetzungen wie die erste Show entstanden. Bei der Premiere in Braunfels '96
war das Ganze zwar nett anzuschauen aber ebenfalls noch meilenweit von dem
Entfernt, was der Vorstellung entsprach.
Mit dem Projekt "Dreamzone" sollte dann alles anders werden und die drei von
Magic Slide besorgten sich selbst die Software zum Programmieren dieser Show.
Am Rechner mit digitalisierten Dias ins Leben gerufen gab es nur noch ein
Problem: Die Hardware. Es musste jemand gefunden werden, der ein Steuergerät
und die Projektoren besaß und dann das Ganze probelaufen ließ bzw. beim
Termin in Braunfels im November 2000 auch vorführte. Wie soll man sagen?
Scheiße passiert! Die erste Hürde konnte noch relativ einfach genommen
werden. Paul van de Belt von Cipro war so nett, die Show auf seiner Anlage zu
checken und merzte noch ein paar kleine Fehler in der Programmierung aus.
Doch leider hatte er keine Zeit um das Ganze auch auf dem Meeting vorführen
zu können. Daher empfahl er, nach jemand Anderem Ausschau zu halten und wenn
möglich auf dem letztendlichen Equipment noch einen Durchlauf zu starten.
So geschah es und mit ruhigem Gewissen fand man sich in Braunfels wieder.
Doch die Vorführung wurde zum Desaster. Die Show wurde mit zahlreichen
Fehlern präsentiert, die sich zunächst auch nicht erklären ließen.
Für die Jungs von M.S. steht heute fest, dass sämtliche Fehler  wohl gewollt waren,
um die Show nicht zu gut aussehen zu lassen.
Kurzerhand entschloß man sich, in den sauren Apfel zu beißen und den eigenen Weg
zu gehen. Die erste eigene Anlage kostete etwa 20000 DM und wurde aus reiner
Liebe zum Hobby finanziert und um noch einmal die Chance zu bekommen, die
"Dreamzone" so zu zeigen wie sie es wert war. Ein Unterfangen mit sehr vielen
Hindernissen. Durch Intrigen wurde das Bestreben auf anderen Veranstaltungen
selbst vorzuführen, zunichte gemacht. Veranstalter sagten nachträglich ab oder
zeigten erst gar kein Interesse. So landete man auf einem Event in einer Vieh-
auktionshalle in Osnabrück um unter den bescheidensten Voraussetzungen doch
noch vorführen zu können. Die Karpfenmesse an sich war von der Ausstellung
und der Besucherzahl durchaus gelungen; aber der Vorführsaal oder besser
gesagt Raum, war nichts weiter als ein Büro, in das man schubweise maximal
25 Personen hineinlassen konnte. Ein Alptraum für jeden Audio Visionär!
Unter einer solchen Atmosphäre kann einfach keine Stimmung aufkommen.
Da aber Aufgeben nicht zu Magic Slide passt und man die Investitionen nicht
einfach unter Erfahrungen abschreiben wollte, stand irgendwann fest die
Angelegenheit ganz in die eigene Hand zu nehmen. Die Idee der eigenen Messe
war geboren - Dinslaken 2002 konnte in Angriff genommen werden.
Auf der Dinslaken-Messe zeigte man vier eigene
Produktionen und die Show von Paul van de Belt
"Die Cipro Show".
Dieses Event war entgegen zahlreicher negativer
Vorhersagen keineswegs zum Scheitern ver-
urteilt und die positive Resonanz der Besucher
verbreitete sich in der Szene wie ein Lauffeuer.
Höchst motiviert ging man an das darauffolgende
Jahr heran und setzte die Fortsetzung um.
Auf diesem Event fand die "Dream Zone 2" ihre
Premiere und letztendlich - durch den Anklang beim
Publikum -  waren so alle Weichen für eine bessere
Zukunft gestellt. Für Magic Slide stand fest, dass es
hauptsächlich wegen des Arbeitsaufwandes keine
weitere eigene Messe mehr geben würde. Man
wollte sich wieder voll und ganz der Angelei
widmen und zukünftig an der Fortsetzung der
Dreamzone arbeiten.
Da endlich für Magic Slide alle Türen geöffnet
waren befand man sich von nun an in der Position,
sich die Veranstallter aussuchen zu können.
Die Jahre vergingen wie im Flug und alle
Show-Auftritte fanden immer einen riesen
Anklang. Da man mit der alten Technik zur
Realisierung der "Dream Zone 3" an  Grenzen
stoß entschloß sich Ronny, obwohl das Ende
des analogen Projezierens bereits in Sicht war
trotzdem zur Neuanschaffung einer Anlage
mit sechs Kodak Projektoren.
Mit der Uraufführung der "Dream Zone 3" in
Braunfels wurden die Jungs zur Legende in
der Audio Vision, was Angel Meetings betrifft.
Die Dreamzone war immer ihrer Zeit voraus
und inspirierte Viele, Gesehenes in ihre
eigenen Projekte einzubinden. Mit den An-
forderungen an die DZ3 geriet sogar die
Anwendersoftware Wings ins Trudeln und der
Hersteller mußte sogar das Programm
umschreiben.
Sechzig Minuten Show, sechs Projektoren und
sechsunddreißig Magazine (je 80 Dias) bildeten
den Rahmen für den weiteren Erfolg......
2015 - 20 Jahre Magic Slide
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